Die Ursprünge des peruanischen
Paso-Pferdes gehen zurück auf drei Rassen: Andalusier,
Berber und Friesen, alle drei kräftige und sehr
zuverlässige Pferde. Die spanischen Conquistadores
brachten nach 1492 ihre Kampfpferde mit nach
Südamerika.
Der Paso hat sich in den darauf folgenden 500
Jahren herausgebildet als ein Ergebnis stetiger
Selektion in der Zucht. Es wurde dabei sehr darauf
geachtet, ein kräftiges Pferd mit einer sehr
komfortablen Gangart zu züchten. Die Pferde dienten
der Fortbewegung von Adeligen und Grundbesitzern und
mussten ihre Reiter oftmals an einem Tag bis über 60
Kilomenter weit tragen, und dabei häufiges An- und
Absatteln über sich ergehen lassen. Die Pferde
kamen auch in den Gebirgszügen der Anden zum
Einsatz, wo ihre kompakte Größe sie hervorragend
geeignet machte für die Überquerung enger und
tückischer Bergpässe. Die langen Jahre selektiver
Zucht brachten ein Pferd mittlerer Statur, mit
hervorragendem Temperament, Gutwilligkeit und Freude
am Zusammenspiel mit dem Reiter hervor.
Paso-Pferde sind intelligent, temperamentvoll und
doch gefügig, und zeigen dabei eine Würde und
Anmut, ja fast Arroganz, die man nicht in vielen
Rassen finden kann. Paso-Pferde sind extrem sanft
und lieben die Menschen. Sie entwickeln mit der Zeit
ein sehr enges Verhältnis zu ihren Reitern und
halten auch bei Erschöpfung noch durch bis über
ihre Grenzen.
Die Vorderhufe des Paso bewegen sich als hielten
sie immer Parade, eine Bewegung die man "termino"
nennt, das Nach-außen-Rollen der Unterschenkel
während der Streckung, und die als Ergebnis der
selektiven Zucht bei diesen Tieren vollkommen
natürlich geschieht. Der Paso, was bedeutet, dass der Reiter im
Trab keine Auf- und Ab-Bewegung und im Schritt keine
Seitenbewegung verspürt. Diese Gangart wird zu 100%
an die Nachkommen weitergegeben. Der seitliche
viertaktige Gang der peruanischen
Paso-Pferde ist zweifellos die bequemste Art der
Welt zu reiten.
Die ekuadorianische Landreform der 1950er und
1960er Jahre hat den
Gebrauch der Paso-Pferde bedeutend verändert. Vom
Arbeitspferd als Fortbewegungsmittel ist es danach
ganz und gar zum "Schaupferd" geworden,
nicht zuletzt dank seiner eleganten Haltung und
Arroganz. Und obwohl der Paso seine wünschenswerten
angezüchteten Eigenschaften behalten hat, kann er
nunmehr seine Sanftheit, sein ausgezeichnetes
Temperament, seine Kraft und Haltung nur noch bei
Vorführungen und Wettbewerben zeigen.
ILALO HORSES ist fest entschlossen,
die Sanftheit und Kraft der Pasos in freier Natur
unter Beweis zu stellen. Wir züchten diese Pferde,
um die besten Tiere für unsere Touren und
Expeditionen zur Verfügung zu haben, Pferde die
langen Ausritten stand halten und doch dem Reiter
das weichste Reitgefühl der Welt zu vermitteln.
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